Martinskirche © CC 0

Sindelfingen

Sehenswert

Martinskirche

Stiftstraße 1, 71063 Sindelfingen

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Die Sindelfinger Martinskirche, erbaut zwischen 1066 und 1132, ist eine der bedeutenden und ältesten romanischen Kirchen im deutschen Südwesten. 

Die Martinskirche ließ Graf Adalbert II. von Calw für das von ihm 1066 gegründete Chorherrenstift als dreischiffige Basilika mit Hochchor und Krypta (Unterkirche) errichten. Für 1083 ist eine Weihe überliefert. Der Turm stand ursprünglich frei. Darin verbaute Holzteile wurden auf 1084/85 datiert. 1100 erfolgte die Weihe der Krypta, spätestens 1132 die Fertigstellung des Dachstuhls, 1270 der Neubau der Sakristei. Die Stiftskirche war immer auch Pfarrkirche für Sindelfingen. Innerhalb der Stadtmauern wurde keine Kirche erbaut. Nach der Reformation 1576/77 Abbruch des Hochchors und Planierung der Krypta. Die romanische Michaelskapelle an der Südseite der Kirche wurde bei der Restaurierung der Martinskirche durch Christian Friedrich von Leins 1863-69 abgebrochen. Damals entfernte man die nachmittelalterliche Ausstattung der Kirche. Heutige Innengestaltung von 1933 und 1973. Beachtenswert ist dort das Sandsteinrelief von 1477 mit Bildnissen von Eberhard im Bart und seiner Mutter Mechthild von der Pfalz zum Gedenken an die Verlegung des Stifts nach Tübingen und die Ansiedlung der Augustiner-Chorherren.   

1925 wurde durch die Entfernung des Außenputzes das Mauerwerk freigelegt. Die dreischiffige Struktur des Innenraumes setzt sich in den drei Chorapsiden fort. Deren Wände sind außen durch Rundbögen gegliedert. Ähnliche Wandgestaltungen finden sich an romanischen Kirchen in der Lombardei (Provinz Como). Die kleinen, heute zugemauerten Fenster im unteren Wandbereich belichteten früher die Krypta (Unterkirche), die nach der Reformation 1576/77 entfernt wurde. In der Wand der linken (südlichen) Apsis wurden vermutlich bei der Renovierung 1863-68 zwei Grabsteine oder Gedenktafeln (von 1590 und 1676) eingemauert. An der rechten (nördlichen) Apsis ist ein 1576 eingebrochener, inzwischen wieder vermauerter Eingang erkennbar. Rechts an den Chor schließt sich die 1270 erneuerte Sakristei mit den drei ungewöhnlich schmalen gotischen Spitzbogenfenstern an.

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